Cashewkerne verpacken und im Container laden: 20ft, 40ft

Ein Einkäufer in Rotterdam bricht das Siegel eines 20ft-Containers, der vor fünf Wochen in Ho-Chi-Minh-Stadt abgefahren ist. Die Kartons an der Tür sehen gut aus. Die oberste Lage direkt unter dem Dach trägt braune Wasserränder, und zwei der Vakuumbeutel darin sind weich geworden. Ausgelaufen ist nichts. Das Wasser kam aus dem Container selbst: Feuchtigkeit aus Ware, Kartons und Holzboden verdunstete an heißen Tagen, kondensierte in kalten Nächten am Stahldach und tropfte zurück.
Cashewkerne verlassen Vietnam in Vakuum-PE-Beuteln zu 10, 11,34 oder 22,68 kg, in Kartons mit zwei 11,34-kg-Beuteln, in 10-kg-Blechdosen oder in Einzelhandelspackungen von 100 g bis 1 kg. Ein 20ft-Container fasst etwa 13 Tonnen, ein 40ft-Container etwa 26 bis 28 Tonnen. Die Verpackung entscheidet, wie gut die Kerne die Reise überstehen, und der Container, wie viel Wasser mitreist.
Die Verpackungen auf unserer Preistafel
Die Seite für Cashewkerne führt vier Exportverpackungen. Die Beutelgewichte stammen aus dem US-Markt: 11,34 kg sind 25 lb, ein Karton mit zwei Beuteln 50 lb.
| Verpackung | Nettogewicht | Einheiten bei 13 t | Einheiten bei 26 t |
|---|---|---|---|
| Vakuum-PE-Beutel | 10 kg | 1.300 | 2.600 |
| Vakuum-PE-Beutel | 11,34 kg (25 lb) | etwa 1.146 | etwa 2.293 |
| Karton mit 2 Vakuumbeuteln | 22,68 kg (50 lb) | etwa 573 | etwa 1.146 |
| Blechdose | 10 kg | 1.300 | 2.600 |
Die Stückzahlen sind einfache Rechnung auf Basis der Ladungsangaben. Die genaue Ladung je Verpackung steht im Angebot.
Vakuumbeutel: der Ziegel
Unter Vakuum wird ein Beutel Kerne hart wie ein Ziegelstein. Die Luft wird abgesaugt, mit ihr der Sauerstoff, und die Kerne können beim Transport nicht aneinander reiben. Ein Beutel, der bei Ankunft noch hart ist, hat dicht gehalten. Fühlt er sich locker an, ist Luft eingedrungen, womöglich auch Feuchtigkeit.
Das Vakuum hat allerdings eine Grenze. Die Association of Food Industries (AFI) beschreibt mit „Blocking" das Verkleben von Kernen bei hoher Feuchte und starkem Vakuum. Starkes Blocking, das sich nur mit Werkzeug lösen lässt, ist nach ihrer Spezifikation nicht zulässig. Ein trockener Kern verträgt ein hartes Vakuum, ein feuchter verbackt zum Klumpen. Deshalb kommt die Trocknung zuerst: Im Werk werden die Kerne 6 bis 8 Stunden bei 50-60°C auf etwa 5 % Feuchte getrocknet.
Kartons: die Einheit, mit der alle rechnen
Ein Karton mit zwei 11,34-kg-Beuteln ist die 50-lb-Einheit, in der der AFI-Probenahmeplan zählt. Prüfer und Käufer, die US-Verträge kennen, erkennen ihn sofort. AFI verlangt Kartons mit mindestens 200 pound test (32 ECT), verschlossen ohne Heftklammern, sofern der Käufer nichts anderes vorgibt. Eine Klammer kann einen Vakuumbeutel durchstechen.
Blechdosen: stabil, mit einem typischen Fehler
Die 10-kg-Blechdose ist die klassische Cashewverpackung, verschlossen und mit Schutzgas gespült. Für Schutzgas verlangt AFI lebensmitteltaugliches CO2 mit mindestens 60 %, der Rest Stickstoff. Dosen halten Druck besser aus als jeder Beutel. Sie bringen aber einen eigenen Fehler mit: AFI nennt „flux marks", schwarze oder braune Flecken auf Kernen, wo beim Verschließen der Dose Flussmittel heruntergetropft ist. Öffnen Sie aus jeder Partie eine Dose und sehen Sie sich die Kerne unter der Deckelnaht an.
Einzelhandelspackungen unter Ihrer Marke
Für Käufer, die direkt an den Handel liefern, verpackt das Werk OEM-Formate: Zipperbeutel, Kunststoffdosen und Faltschachteln von 100 g bis 1 kg. Dazu gehört eine Etikettierfrage, mehr dazu weiter unten.
Wie viel passt in einen 20ft- oder 40ft-Container
| Container | Innenvolumen | Max. Zuladung (Angabe der Reederei) | Cashewkerne, etwa |
|---|---|---|---|
| 20ft Standard | 33,2 m³ | 28.300 kg | 13 t |
| 40ft Standard | 67,7 m³ | 28.870 kg | 26 bis 28 t |
Beide Container sind für weit über 28 Tonnen ausgelegt, und trotzdem fasst ein 20ft nur etwa 13 Tonnen Kerne, weil die Kartons den Raum füllen, lange bevor das Gewichtslimit erreicht ist. Ein 40ft hat die doppelte Bodenfläche und das doppelte Volumen, trägt also bei fast gleichem Gewichtslimit die doppelte Menge.
Die Versandseite nennt die Tonnen pro Container für jedes Produkt, und das Angebotsformular rechnet Ihre Menge beim Tippen in Container um. Paletten brauchen ebenfalls Platz, ein palettierter Container fasst also weniger als oben angegeben. Wenn Sie Paletten brauchen, erwähnen Sie das in Ihrer Angebotsanfrage, und wir bestätigen die palettierte Lademenge für Ihren Auftrag.

Illustration
Woher das Wasser kommt
Ein Container ist eine Stahlkiste fast ohne Luftaustausch. Das Containerhandbuch des GDV beschreibt, wie sich auf See Schwitzwasser bildet. Tagsüber heizt die Sonne das Dach auf, die Luft im Inneren erwärmt sich, und Ware, Verpackung und Boden geben Wasserdampf ab. Nachts kühlt das Dach unter den Taupunkt dieser Luft, und an der Decke kondensiert Wasser. Schwitzwasser an den Wänden läuft ab und trocknet. Schwitzwasser an der Decke bleibt hängen, wächst Nacht für Nacht und tropft schließlich auf die oberste Lage.
Ladungsschweiß ist der umgekehrte Fall. Fährt das Schiff in wärmere Gewässer oder öffnet man die Türen in einem feuchten Hafen, trifft warme Luft auf kalte Ware, und das Wasser schlägt sich auf den Kartons selbst nieder. Das Handbuch rät davon ab, einen Container sofort nach Ankunft zu öffnen. Lassen Sie ihn stehen, bis er die Temperatur des Hafens angenommen hat.
Cashewkerne bringen zwei eigene Risiken mit. Der Transport-Informations-Service (TIS) der deutschen Versicherer nennt 5 bis 25°C als günstige Reisetemperatur für Cashewnüsse und warnt vor längeren Phasen über 30°C. Außerdem nehmen Kerne Fremdgerüche leicht an, ein Container mit stark riechender Vorladung kann sie also verderben.
Was hilft, in der Reihenfolge des Ablaufs:
- Trockene Kerne. Je weniger Feuchte die Ware hat, desto weniger Wasser kann verdunsten und kondensieren. Darum gilt für ganze Sortierungen eine Obergrenze von 5 % und für Bruch 4,7 %. Wie man das im Vertrag festlegt und misst, steht im Leitfaden zur Vertragsspezifikation.
- Ein trockener, sauberer, geruchsneutraler Container. Die TIS-Checkliste verlangt einen wasserdichten Container (hineingehen, Türen schließen, auf Lichteinfall achten), innen absolut trocken, sauber und geruchsneutral, ohne Nägel, die aus dem Boden ragen.
- Schutz von oben. Das Handbuch rät bei geschlossenen Containern, die Ware vor Tropfwasser zu schützen. Ein Bogen Karton oder Kraftpapier über der obersten Lage fängt die ersten Tropfen ab. Wenn Sie Trockenmittelbeutel oder -streifen an den Wänden wünschen, schreiben Sie das in den Vertrag.
- Ein Stellplatz ohne Sonne, unter Deck, wenn die Reederei das anbieten kann, damit sich das Dach weniger aufheizt.
Bei FOB geht das Risiko auf Sie über, sobald die Ware in Cat Lai an Bord ist. Ihr Spediteur bucht das Schiff, und die Reederei stellt den Container. Bitten Sie Ihren Spediteur also um einen lebensmitteltauglichen Container und lassen Sie sich vor dem Beladen Fotos vom leeren Innenraum geben.
Etiketten und Paletten: vor dem Druck vereinbaren
Was auf jeden Karton gehört
AFI verlangt, dass jeder Karton die Kennzeichnungsvorschriften des Importlandes erfüllt und Folgendes trägt:
- Produktbezeichnung, dazu Handels- oder Markenname, falls vorhanden
- Name und Anschrift des Herstellers oder Abpackers
- Sortierung, zum Beispiel W320 oder W240
- Brutto- und Nettogewicht
- Ursprungsland
- das Produkt selbst, Cashews
- Allergenkennzeichnung
- Los-, Produktions- oder Datumscodes
- weitere zwischen Käufer und Verkäufer vereinbarte Markierungen
Die Packliste muss dieselben Loscodes mit ihren Mengen aufführen. Mit übereinstimmenden Codes lässt sich ein schlechter Karton seinem Teil der Partie zuordnen, statt den ganzen Container in Zweifel zu ziehen.
Bei unseren Aufträgen ist das Werk der Verkäufer in Vertrag und Rechnung, und Sie zahlen direkt an das Werk. Luason ist der schriftlich bevollmächtigte Verkaufsagent des Werks. Hersteller oder Abpacker auf dem Karton ist also das Werk. Wenn Sie andere Markierungen auf dem Karton möchten, vereinbaren Sie sie vor der Auftragsbestätigung, denn die Kartons werden vor dem Abpacken gedruckt.
Etiketten für den Einzelhandel
Eine im EU-Einzelhandel verkaufte Packung fällt unter die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011. Cashews gehören dort zu den Schalenfrüchten in der Allergenliste und müssen im Zutatenverzeichnis hervorgehoben werden. Pflicht sind außerdem Nettofüllmenge, Mindesthaltbarkeitsdatum, Aufbewahrungsbedingungen sowie Name und Anschrift des verantwortlichen Lebensmittelunternehmers, oft der Importeur. Schicken Sie fertige Druckvorlagen in der Sprache Ihres Marktes. Das Werk druckt, was Sie freigeben, und kann Ihre örtlichen Vorschriften nicht für Sie prüfen.
Paletten
Bodenverladung bringt die meisten Kartons unter. Paletten beschleunigen das Entladen und halten Kartons von einem womöglich feuchten Boden fern, kosten aber Platz. Wählen Sie Paletten, fällt das Holz unter ISPM 15, den internationalen Standard für Holzverpackungen. Jede Palette braucht die ISPM-15-Kennzeichnung, die Hitzebehandlung (HT) oder Begasung nachweist. Die AFI-Spezifikation für Cashews verbietet Methylbromid und Naphthalin überall dort, wo sie das Produkt beeinträchtigen können, fragen Sie also nach HT-Paletten.
Prüfung am Tag, an dem die Türen aufgehen
- Vergleichen Sie vor dem Aufschneiden die Siegelnummer mit dem Konnossement und fotografieren Sie das Siegel.
- Öffnen Sie die Türen und riechen Sie. Die Kerne sollten nach Cashew riechen und nach nichts anderem. Muffiges, Chemisches oder Ranziges notieren Sie mit Foto.
- Schauen Sie nach oben. Tropfen an der Decke oder Flecken auf der obersten Lage bedeuten, dass die Ladung geschwitzt hat. Fotografieren Sie das, bevor jemand einen Karton bewegt.
- Drücken Sie einige Beutel von oben, aus der Mitte und an der Tür. Ein Beutel ohne Vakuum fühlt sich weich und locker an. Zählen Sie sie.
- Prüfen Sie Dosen auf Dellen und Rost an den Nähten.
- Gleichen Sie die Loscodes einer Stichprobe von Kartons mit der Packliste ab.
- Ziehen Sie eine Sammelprobe und lassen Sie die Feuchte nach der im Vertrag festgelegten Methode messen.
Ihr Versicherer und der Verkäufer werden nach Fotos vor dem Entladen fragen, machen Sie sie also, bevor der erste Karton bewegt wird.
Um die Verpackung vor einem vollen Auftrag zu sehen, fordern Sie ein Muster an. Sortierungen, Verpackungen und Angebote finden Sie auf der Seite für Cashewkerne, die vollständige Sortierungstabelle im Leitfaden zu Cashew-Sortierungen. Splits und Bruch werden in denselben Verpackungen verschifft, siehe Cashewbruch-Sortierungen.

Häufige Fragen
Wie viele Tonnen Cashewkerne passen in einen 20ft-Container?
Etwa 13 Tonnen, in einen 40ft-Container etwa 26 bis 28 Tonnen. Die Grenze ist der Raum, denn beide Container sind für über 28 Tonnen Zuladung ausgelegt.
Was ist für Cashewkerne besser, Vakuumbeutel oder Blechdosen?
Beide schützen die Kerne, wenn sie richtig verschlossen sind. Vakuumbeutel im Karton sind leichter und nutzen den Containerraum gut, Dosen halten Druck besser aus. Prüfen Sie Dosen auf flux marks und Beutel auf verlorenes Vakuum.
Wie verhindere ich Schwitzwasser im Cashew-Container?
Verschiffen Sie trockene Kerne, laden Sie in einen sauberen, trockenen, wasserdichten Container, decken Sie die oberste Lage gegen Tropfwasser ab und lassen Sie den Container am Zielort die Umgebungstemperatur annehmen, bevor Sie ihn öffnen.
Brauchen Paletten für Cashews eine Behandlung nach ISPM 15?
Ja. Paletten aus Massivholz im internationalen Handel müssen die ISPM-15-Kennzeichnung tragen. Fragen Sie nach hitzebehandelten (HT) Paletten, da die AFI-Spezifikation für Cashews Methylbromid im Umfeld des Produkts verbietet.
Kann das Werk meine Marke auf Kartons und Einzelhandelspackungen drucken?
Ja, OEM-Verpackung ist möglich, auch Einzelhandelspackungen von 100 g bis 1 kg. Schicken Sie freigegebene Druckvorlagen, die den Kennzeichnungsvorschriften Ihres Marktes entsprechen, vor der Auftragsbestätigung.
Quellen
- Association of Food Industries (AFI), Specifications for Cashew Kernels, Stand September 2023, Verpackung, CO2-Spülung, Kartonfestigkeit, Kartonkennzeichnung, Blocking, flux marks, verbotene Chemikalien
- Maersk, Ausrüstungsblatt „Our dry cargo container specifications", Volumen und maximale Zuladung von 20'- und 40'-Standardcontainern
- Containerhandbuch (GDV), 10.3.5.1 Entstehung von Containerschweiß bei Strahlungswetter
- Containerhandbuch (GDV), 10.3.6.4 Entstehung von Ladungsschweiß bei einer Reise in die Tropen
- Transport-Informations-Service (TIS, GDV), Cashewnüsse, Reisetemperatur und Geruchsempfindlichkeit
- Transport-Informations-Service (TIS, GDV), Containerkontrolle, Prüfungen vor dem Beladen
- Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel, Pflichtangaben und Allergene
- IPPC, ISPM 15 Regulation of wood packaging material in international trade



